BVL von Laar
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19406 Klein Goernow
Germany

letzte Änderung

21.06.2009

Allgemeine Nutzungsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen
 

Red Palm Weevil

weitere Informationen im englischsprachigen Bereich:

www.laartech.biz/laartechagriculture/html/institute.html
 

aktuelle Verbreitung des
Red Palm Weevil im mediterranen Raum.
Stand Jan. 2008 u. März 2009:
Quelle:
Laar Technology & Consulting Ltd.

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Red Palm Weevil (Rhynchophorus ferrugineus)

asian palm weevil, indomaliischer Palmenrüssler, roter Palmenrüsselkäfer, roter Palmrüssler


Bislang kein Thema im deutschsprachigen Raum, jedoch seit des Inkrafttretens der EU-Richtlinie
(2007/365/EG) betrifft es auch die nördlichen Provinzen der EU.

Dies nehmen wir zum Anlass, unsere Arbeiten, Tätigkeiten und Ergebnisse vorzustellen. Wir
betreiben seit 2001 Grundlagenforschung in diesem Themengebiet und haben entsprechende Felderfahrungen in Saudi-Arabien, Kanaren, Valencia, Rhodos, Kreta, Zypern.

Der Red Palm Weevil (Rhynchophorus ferruginues)  hat inzwischen eine Reihe von Namen, wie
z. B. roter Palmenrüsselkäfer, indomaliischer Palmen-Rüssler, asiatischer Palmenrüsselkäfer.
Es ist ein wunderschöner ca. 3,5 cm langer Rüsselkäfer, der leidigerweise zu enormen Schäden
führen kann. Er weist eine hochinteressante Biologie auf, was letztendlich die Bekämpfung erschwert. Bei anderen Insekten durchaus probate Bekämpfungsmethoden, wie z.B. Pheromonfallen und Pestizide versagen bei ihm, bringen nicht den notwendigen Erfolg oder tragen zur weiteren Ausbreitung bei.

Bislang sind zwei Befallsszenarien des Red Palm Weevil bekannt. In der Regel erfolgt der Befall
über den Kronenbereich am Blattansatz der Wirtspflanze. Im besonderen Fall kann der Befall
auch über das Wurzelsystem erfolgen. Hierzu werden im Boden Höhlen angelegt, in denen
das Weibchen die Eier nestartig ablegt. Im Fall des Kronenangriffs bohrt das Weibchen für
jedes Ei ein einzelnes Loch. Dieser Befallstyp benötigt mehr Zeit als der Befallstyp über das
Wurzelsystem, da das Bohren des Loches für die Eiablage zwischen 10 - 15 Minuten dauert.

Im Palmenstamm entwickelt sich dann die erste Generation. Je nach klimatischen Bedingungen dauert dieser Prozeß ca. 3 - 4 Monate. Dann entwickelt sich die zweite Generation in der Wirtspflanze, da die Käfer die Pflanze nicht aus eigener Kraft verlassen können. Dieser Prozeß wiederholt sich so lange, bis die Pflanze aus statischen Gründen auseinanderbricht.
Nur unmittelbar vor dem Auseinanderbrechen, können schon einzelne Käfer hinausdiffundieren.

Eindeutige, sichtbare Befallssymptome, bevor die ersten Käfer die Wirtspflanze verlassen, sind nicht vorhanden.
Die einzige Möglichkeit den Käfer im Frühstadium nachzuweisen, ist die Bioakustik. Durch
umfangreiches Langzeitmonitoring war es möglich 4 Soundklassen für diese Käferart zu
definieren.
Mit Hilfe der Bioakustik lassen sich die Larven des Red Palm Weevil´s ca. 6 Wochen nach Befall detektieren.
Diese Methode läßt sich sowohl im Freiland als auch im “Trading”-Bereich zur Dokumentation der Pflanzengesundheit einsetzen.

Weiterhin war es uns möglich, ein zuverlässiges Verfahren, gestützt auf die Auswertung von Geodaten, gekoppelt mit Biodaten,  für die Vorhersage der Ausbreitungs-
richtung zu entwickeln.

Von Bekämpfungsversuchen mit Pestiziden können wir nur abraten, weil meist nur die Umwelt
unnötig belastet wird, da der Käfer durch die Pflanze selbst vor dem Zugriff der Pestizide
geschützt ist. Ferner werden lediglich potenzielle Predatoren in Mitleidenschaft gezogen.
In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet entwickeln sich diese Käferarten in einem
naturbelassenen Lebensraum nicht zum Problem. Erst wenn Palmen in Monokulturen angebaut
werden (klassischer Plantagenbau), entwickelt er sich rasant zu einem Problem. Nicht zuletzt
dadurch, daß Bekämpfungsmethoden angewandt werden, die schlichtweg gar nicht auf die
Biologie/Ethologie des Käfers entsprechend adaptiert wurden. Bei den chemischen Bekämpfungsversuchen werden in der Regel hochtoxische Nervengifte eingesetzt. Um einen
Erfolg zu erzwingen, werden nicht selten bis zu drei verschiedene Pestizide gemischt und nach
dem Motto “viel hilft viel”, ohne weitere Schutzmaßnahmen ausgebracht.
Eine befallene Pflanze ist als solche nur noch aufzugeben. Man kann die weitere Verbreitung
nur durch Bestandshygiene stoppen.
Alles andere ist nur ein riskantes Spiel, welches von keinem der betroffenen Staaten bislang ge-
wonnen wurde.

Ebenfalls ist ein ausgewogenes Abfallkonzept bei diesem Käfer unerlässlich, da bei
unsachgemäßer Ausführung häufig eine Sekundärausbreitung beobachtet wird..

Doch trotz vieler negativer Aspekte, konnten wir das Detektionsverfahren und Information-
verfahren, jetzt noch um ein biomechanisches Ausbreitungblockierungssystem erweitern
www.laartech.biz .
Unbefallene Palmen werden hierbei vor dem Zugriff des Käfers geschützt, befallene Palmen werden von der Restpopulation isoliert. Durch diese Methode wird erstmals nachhaltig der biologische Kreis aufgebrochen.

Der Red Palm Weevil befällt nicht nur Palmen. Er befällt ebenfalls Drachenbaumgewächse, Zuckerrohr, Agaven. Weiterhin verfügt er über Methoden, um selbst bei fehlendem
Wirtsangebot bis zu 5 Monate zu überleben.

Bedauerlich ist, dass beim Umgang mit Neozoen andere Arten, die ähnlich problematisch sind,
außer Acht gelassen werden, wie z.B. die Palmenmotte (Paysandisia archon), verschiedene Nashornkäferarten (Oryctes spec.) und anverwandte des Red Palm Weevils (Black Palm Weevil, Palmetto Weevil, Coconut Weevil). Interessant ist hierbei, daß anscheinend auch Synergieeffekte
im Zusammenspiel der einzelnen Arten im Befallsszenario eine Rolle spielen.

(C) 2007,
Benedikt von Laar
im Auftrag von
Laar Technology & Consulting Ltd.
23.08.2007

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